Time Left.

Samstag, 12. September 2009

Highschool - ein Spiel auf Leben & Tod!

Heyho Welt!

Letzte Woche war der große Tag. Dienstagmorgen ließ ich mich zum ersten Mal seit 2 Monaten so richtig schön um 5 Uhr von meinem Handywecker aus dem Schlaf schellen (mein Aufweckton ist übrigens 'Gänseblümchen'). Nach einer erfrischenden Dusche & einer Schüssel Cornflakes ging's dann mit meinem gepackten Rucksack um 7 Uhr zum Bus. And look at this - it's like you've ever imagined it!



Als erstes sollte ich meinen Stundenplan bei meinem 'guidance counselar' abholen. Damit war ich schon fast überfordert, denn hier gibt's 4 verschiedene Anlaufstellen, wo man bestimmte Sachen beantragt, abholt, hingibt.. Nicht so schön übersichtlich wie bei uns mit nur einem Sekretariat oô Allerdings gehen auf die Post Falls High auch 1.500 Schüler. Jedenfalls lauerte da mal wieder ein Hindernis (die sammel ich ja bekanntlich) - irgendwie gab's n Problem mit meinem Stundenplan, sprich die hatten keinen für mich gemacht, weil eine Unterlage fehlte. Ms. Twinings (die ist für meinen Kram zuständig) hat mich dann freundlicherweise einfach in ein paar Kurse geschmuggelt. Mein Stundenplan sieht jetzt folgendermaßen aus:

1st period (7:45-8:42) : U.S. History
2nd period (8:47-9:46) : Webdesign
3rd period (9:51-10:48) : Health
1st Lunch (10:48-11:18)
4th period (11:23-12:20) : French
5th period (12:25-13:22) : Biology
6th period (13:27-14:25) : English

& ist euch was aufgefallen? Mir persönlich gefallen ja die Uhrzeiten am besten. What the hack haben die zu sich genommen, als die die Stunden bestimmt haben? Oo Neben diesen Fächern hätte man natürlich auch sowas wie Mathe und Kunst belegen können, allerdings wird auch Deutsch, Gitarre, Geologie und allerlei Sport angeboten. Ich selbst hoffe, nächstes Semester noch in Photographie und Psychologie zu kommen.
Jeder Lehrer hat seinen eigenen Klassenraum, die auf zwei Stockwerken verteilt sind, und um dort pünktlich zu erscheinen, hat man jeweils 5 Minuten. Ich persönlich würde ja raten, dass auf 6 Minuten und 37 Sekunden zu erweitern, dann ist zumindst für mich garantiert, dass ich nicht zu spät komme. Ich kann mich wirklich glücklich schätzen, wenn ich mich nur einmal am Tag verlaufe. Wie die Streber vermutlich bemerkt haben, steht nach der 3. Stunde "first Lunch", denn bei einer so hohen Schüleranzahl ist es unmöglich, dass alle gleichzeitig essen. Wer wann isst, hängt von der Raumnummer danach ab und da Französisch im Erdgeschoss stattfindet, esse ich während des 1st Lunch.
Am ersten Tag stand dann natürlich eine der wichtigsten Entscheidung an: An welchem Tisch würde ich sitzen? Ein Glück wurde mir die Entscheidung von meinem neuen amerikanischen Schutzengel abgenommen. Aber mal von Anfang an.. Ich hab mir vorsorglich selbst etwas zum Essen mitgebracht und stand dann Ausschau haltend nach bekannten Gesichtern (z.B. aus meiner Volleyballmannschaft) und vielleicht auch etwas hilflos in der Cafeteria rum, als mir plötzlich jemand auf die Schulter tickte. So machte ich die Bekanntschaft mit Kayla. Sie erzählte mir, dass sie auch schon mal in Deutschland war, allerdings eine tschechische Brieffreundin habe und vorletztes Jahr 'German' belegt habe. Ich war ziemlich dankbar, als sie mich einlud an ihrem Tisch zu sitzen. Dort warteten dann noch ihre Freunde Meadow & 'Name vergessen' außerdem hat sich mittlerweile noch James dazugesetzt. Oft werden die Leute an den Tischen ja kategorisiert und neben mir ist witzigerweise der "Volleyballtisch", allerdings mit den Varsity-playern, die sind älter und entsprechend besser als mein Team. Wir sind wohl eher so die Freaks x] Um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, gibt's ein paar Fotos, die ich in der Cafeteria aufgenommen hab.



Ich hoffe, ihr habt jetzt kein schlechtes Bild von Kayla xD Wir zwei spielen einfach gern mit Essen :D Das mit dem Wackelpudding hat sie doch echt gut inszeniert, ich hab mich so weggeschmissen, als sie den auf ihr Tablett gespuckt hat, sodass ich ein besonders nettes Foto bekomme xD Neben dem Karottenfoto, mit denen wir auf die Ungleichheit unter Möhren aufmerksam machen wollen(!), gibt es auch ein Bananenfoto von ihr, wobei sie sich diese fast in die Nase steckt.. Oh ja, ich habe Spaß hier. Nein, definitiv nicht psycho sondern.. lebensduurstig!
Sie ist übrigens Senior und ich meinem Geschichtskurs. Womit ich jetzt gleich mal auf die einzelnen Fächer eingehen möchte:

U.S. History haben wir bei John "Skip" Eagle. In der ersten Stunde erzählte er erstmal munter von seinem Leben, Familie & Co. Obendrauf gabs ein Foto von seinem Hund in einem Leopardenoutfit mit ihm auf nem Motorrad. Während ich damit beschäftigt war, einen aufkommenden Lachkrampf zu unterdrücken, erzählte er munter, früher habe er Witze über Leute gemacht, die ihre Tiere wie Kinder behandeln und dass er jetzt letztendlich selbst einer ist. Er ist jedenfalls total nett, ist allerdings mit einer dermaßen monotonen Stimme ausgestattet, was Geschichte nicht gerade unterstreicht. Am zweiten Tag hat er die ganze Stunde nur geredet und wir mussten mitschreiben. Da war ich definitiv überfordert, aber ein Glück gab Kayla mir hinterher ihre Notizen und er versprach, so etwas nie wieder zu machen und er erkundigte sich nach der Stunde mitfühlend, ob ich denn mitgekommen wäre.. Die anderen Stunden waren dann wesentlich chilliger, er hat nur erzählt und den Kram nebenbei mit ner Powerpointpräsentation an die Wand geworfen, von wo wir dann abschreiben konnten. Allerdings verstehe ich nicht, warum er uns nicht gleich ein Handout austeilt, doch das ist definitiv noch das am wenigsten Unnütze in Hinsicht auf die Sachen, die manch andere Lehrer machen, aber dazu komme ich später noch. Unser Thema im Moment ist by the way die Administration von George Washington.

Als nächstes pilgere ich dann zu Webdesign mit Mr. Vordahl. In einem Raum ausgestattet mit.. kP ungefähr 20-30 Flachbildschirmen+Computern lerne ich jetzt, meine eigene Website mit Html & Co zu erstellen. Wenn ich zurückkomme, könnt ihr Jungs mir computertechnisch nix mehr vormachen :P Obwohl es erstmal zwei Tage gedauert hat, bis ich mich mit meinem eigenem Namen einloggen konnte -.- Der Lehrer ist auch immer gut drauf und macht öfters Witze. Das Lustigste ist aber eigentlich, dass er sich bei mir immer nicht sicher ist, ob ich's checke (was ich nicht immer tue.. :D). Zu erwähnen wäre dann noch, dass es kurz nach Anfang der Stunde immer eine Lautsprecheransage gibt. Zunächst wird dann die "Pledge of Alligance" gesprochen, d.h. alle drehen sich zur Amerikaflagge (die in jedem Raum irgendwo vorhanden ist) und sagen dann fleißig ihr Sprüchlein im Chor auf. Ich stehe zwar mit auf und drehe mich zur Flagge, bleib dabei aber aus zwei Gründen stumm; a) weiß ich nicht die korrekten Worte & b) bin ich schließlich Deutsche! Danach wird dann noch das Lunchmenü sowie Schulinfos durchgesagt, z.B. wurden letztens die Footballspieler beglückwünscht, die tags zuvor gewonnen hatten.
Neben mir sitzt übrigens ein Pc-Freak, der eigentlich in Web 3 ist, aber bei uns in den Stunden ist, weiß nicht warum. Allerdings ist er von Mr. Vordahl beauftragt, mir bei Problemen zu helfen, was ich auch gut und gern in Anspruch nehme x] Bei Zeiten mach ich mal ein Foto von dem Raum und stell's rein.

In der dritten Stunde steht Health bei Mr. Mel Westlake auf dem Plan. So ein exotisches Fach haben wir bekanntlich ja nicht in Deutschland. In diesen Stunden werde ich nun also regelmäßig über mentale & physische Gesundheit sowie alles vom Thema Identität, Selbstbewusstsein bis zur Sexualität aufgeklärt. Er ist - wie alle meine Lehrer - sehr nett und hilfsbereit. Aber am meisten amüsiere ich mich beim Anblick seines Sonnenbrillenabdrucks :D Übrigens führen wir eine Vokabelliste, wo wir Wörter wie "mentale Gesundheit" oder "Selbstverwirklichung" definieren müssen. x)

Nach dem Lunch geht's dann zu Franze, meinem absolut chilligsten Fach, denn *tusch* ich bin T.A. (=Teacher's assistant). Seht her - hier werden Schüler versklavt! Als T.A. unterstützt man den Lehrer im Unterricht oder korrigiert Tests für ihn etc. und da ich bereits 5 Jahre Französisch hinter mir habe, bin ich wesentlich besser als die mit nur 2 Jahren Erfahrung (obwohl ich so langsam das Gefühl bekomme, dass denen irgendwas im Gehirn fehlt, um Sprachkenntnisse festzuhalten.. vielleicht mangelt es aber auch einfach an Motivation). Glücklicherweise hat vor mir schon jemand darum gebeten, T.A. zu sein und da Mr. Barnard nicht wusste, dass ich in seinen Kurs schneien würde (Miss Twinings hat mich da ja nur reingeschummelt), konnte er ihm nicht mehr absagen. Das heißt, während dem Unterricht, wenn ich nichts zu tun hab (was öfter der Fall ist), kann ich mich ganz gechillt mit Josh unterhalten, da die Klasse meistens laut ist. Josh ist Senior, hat ein atemberaubendes Lächeln, jagt und hat seit 2 Jahren seinen Führerchein. Das lasse ich jetzt mal so stehen. :D

In Biologie habe ich als einziges eine weiblich Lehrkraft, Mrs. Kaiser. Die Frau hat einen unglaublich trockenen, aufgeweckten und mir äußerst zusagenden Humor. Der Unterricht ist so einfach wie unsinnig x) Während wir in der ersten Stunde nur rumgegangen sind und sie uns erklärt hat, was Petrischalen, Reagenzgläser und Pinzetten sind (Hr. Kießling würde weinen bei dem Nichtwissen der Schüler hier), bestanden die letzten zwei Stunden daraus, dass wir Arbeitsblätter mit Lücken (wie zu Grundschulzeiten) bekommen haben, die wir mit Hilfe des gefühlten 10-Kilo Biobuches ausfüllen sollten. Als ich den Wälzer aufschlug, stellte ich doch tatsächlich fest, dass dort genau derselbe Text wie auf unseren ABs stand, d.h. man wirklich nur Abschreiben musste. Au weia, ich werde hier wohl verdummen. Ist aber mal ne schöne Abwechslung zur deutschen Schullandschaft x)

Die letzte Stunde verbringe ich dann mit Englisch bei Mr. Hoskins. Nach der ersten Stunde hatte ich etwas Bammel, später nicht mithalten zu können, als er herunterrasselte, was wir alles machen und er von uns alles verlangt. Aber "Nun gut" dachte ich, wenigstens keine total Unterforderung wie in Bio - aber weit gefehlt. Letzte Stunde haben wir nur damit verbracht, etwas aus einem weiteren 10-Kilo Wälzer über die Ureinwohner Amerikas zu lesen, was größtenteils total zusammenhangslos war, weil wir erst von der einen Seite gelesen haben, dann zur nächsten Seite gesprungen sind und teilweise ganze Paragraphen aus einem eigentlich zusammengehörigen Text ausgelassen haben. Dabei hielt er nach jedem Lesestopp eine kurze, feurige Rede über die Ungerechtigkeit, die den Ureinwohner widerfahren ist und unterstrich diese stets mit einer rhetorischen Frage an die Schüler wie "Fändet ihr es in Ordnung, wenn euch euer Land, auf dem hier weiß Gott wie lange gelebt habt, einfach weggenommen würde? Würdet ihr es gut finden, wenn einfach jemand kommt und euch verbietet, eure Religion auszuleben?". Außerdem musste ich erschreckenderweise feststellen, dass ich selbst bei weitem besser lesen könnte als meine Amerikaner in dem Kurs. Bei uns wären die klar als 'leseschwach' eingestuft und nicht versetzt werden. o.o Jedenfalls ist auch der Kurs niveautechnisch keine Erleuchtung.

Jetzt nochmal generell was zum Schulsystem. Auf der Highschool gibt es die 'Freshmen', sprich 9.-Klässler, 'Sophomores' (10.-Klässler), Juniors & Seniors. Diese Alterseinteilung wird aber in den Kursen nicht weiter beachtet. Beispielsweise sitze ich in Bio zwischen lauter Sophomores, während in Geschichte und Englisch wesentlich mehr Seniors sind. Witzigerweise habe ich bisher noch niemanden wahrgenommen, der auch Junior ist. Ich rede immer entweder mit Seniors oder Sophomores x) Was mich außerdem irritiert, ist dass es so schwer einzuschätzen ist, wie alt die Leute sind. Die einen sehen aus wie 17 und sind 14 bei anderen ist es genau andersrum und da die Kurse vom Alter her gemischt sind, muss man notfalls immer nachfragen :/

Wenn es um 2:25 dann zum finalen Schulschluss ringt, ist für mich aber noch lang nicht Schluss. Wie ihr wisst, kann ich kein Volley spielen, bin dafür aber Managerin des JV-Teams. Manager klingt wesentlich cooler als meine Aufgabe wohl ist, aber mir macht's trotzdem Spaß. Während des Trainings (Mo+Mi+Fr 3-5 Uhr) helfe ich dem Coach und an den Spielen (jeden Dienstag und Donnerstag) notiere ich, wer wie viele Blocks, Asse etc macht. So habe ich schon einen Haufen netter Mädels kennengelernt (: Auch Auswärtsspiele stehen regelmäßig auf dem Programm und am Donnerstag hatten wir dann auch eins im 3-Stunden entfernten Lewiston. Die Fahrt dorthin wird zusammen in einem der oben abgebildeten Schulbussen bestritten. Nicht grad bequem, deutsche Schulbusse sind wirklich komfortabel Leute, aber auch nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte. An dem Tag hatten wir wegen der langen Anfahrt sogar früher Schulschluss. Das Spiel haben wir sowie das Freshmenteam leider verloren, dafür haben die Varsity-Spielerinenn gewonnen, was den Tag danach auch prompt in der Lokalpresse stand. Ratet mal, wann ich zu Hause war? Weit gefehlt - um Mitternacht! Das ist aber auch der am weitesten entfernte Spielort. Ich hab mal ein paar Fotos von der Halle für euch geschossen:


Den Grund, weshalb ich erst jetzt schreibe, könnt ihr euch wahrscheinlich selbst denken - ich war einfach ziemlich beschäftigt x) Heute Morgen war ich übrigens bei einem Fußballspiel von Shannon (sie haben gewonnen! :D) und Sonntag geht es erst in dir Kirche (stellt euch vor!), denn ich mache Shannon eine Freude, da sie dort etwas vorträgt und später fahren wir dann noch nach Sandpoint. Nächsten Freitag hat Kayla mich noch zu einem 'Sleepover' eingeladen, an dem wir etwas Deutsches kochen wollen, Videos gucken & verrückt zu noch verrückterer Musik tanzen werden! :D


But don't forget -I love you guys. Sorry, wenn ich mal länger brauche, um eure lieben Mails (die mir wirklich wichtig sind, DANKE dafür!) zu beantworten.
See you later, alligator!

Montag, 7. September 2009

My way to Seattle

Guten Abend ihr Lieben!
Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, ging's am Wochenende für mich nach Seattle. Also sind wir, nachdem wir alles mögliche brav hinten und vorne im Auto verteilt hatten, fast pünktlich um 9:00Uhr ins Auto gekrabbelt. Als wir es uns gemütlich gemacht hatten, wurde dann der Fernseher (nein, keine Flatscreens in den Kopflehnen, sondern der kleine Fernseher aus meinem Zimmer!) angeschmissen und meine Gastschwestern vergnügten sich bei "Plötzlich Prinzessin", während ich mir meine Kopfhörer in die Ohren stopfte und langsam zu Tele, Echt! und Virginia Jetzt! entschlummerte, da wir zunächst durch eine ziemliche Einöde fuhren. Auf der Hinfahrt nahmen wir einen längeren Weg für einen schöneren Ausblick in Kauf. Nach ca. zwei Stunden wandelte sich schließlich die Einöde zu einer wundervollen Berglandschaft.

Mittags lunchten wir dann in einem kleinen Park. Ich bin mal wieder ganz fasziniert von den Massen, die man so in sich reinschaufeln kann. Während ich mir widerwillig ein Stück "bread" (also labberiges Vollkorntoast) nahm und es mit einer Schichte Pute belegte, wurden neben mir erst dem Toast der Rand abgeschnitten und dann eine Hälfte mit Erdnussbutter und die andere mit Blaubeergelee beladen. Nebenbei gabs Chips und Käsestücke. Wenigstens gabs dazu noch ein paar frische Blaubeeren und Weintrauben :-) Übrigens habe ich festgestellte, dass Mike Pepsi-süchtig ist und Kelley keine zwei Stunden ohne ihren Eistee überlebt. Dafür haben wir recht oft an irgendwelchen Fastfoodrestaurants gehalten, um ihre Sucht zu stillen. ^^
Bis zum Abend wurde ich dann mit Sherryl Crowe und Johnny Cash zugedröhnt, da ich großzügigerweise meinen MP3 den Mädels übergeben habe. Die nächsten Bilder sind vom letzten Stopp am Wasser, bevors ans Hotel suchen ging.

Nachdem ich um 9 Uhr abends ein von Weight Watchers mit 7 Punkten (das stand da tatsächlich in der Speisekarte ôo) gekennzeichnetes Hühner-Pilz-Sandwich gegessen habe, ging es dann wie angedeutet auf Hotelsuche. Hier läuft das alles etwas spontaner ab :D Leider hatten wir zunächst etwas Pech, da es Labour Day-Wochenende war und zusätzlich ein großes Footballspiel in Seattle stattfand, sodass ziemlich viel ausgebucht war. Letztendlich landeten wir alle zusammen in einem Zimmer, ich auf dem Klappbett (was durchaus bequem war) eingelullt von Mikes Geschnarche x)
Nach einer schnellen Dusche, die noch schneller gewesen wäre, wenn die Dusche kein Eigenleben in Bezug auf die Wassertemperatur gehabt hätte, ging es dann zum sogenannte "Continental-Frühstück". Wusstet ihr, dass es normal in den Vereinigten Staaten ist, dass es zum Frühstück Waffeln, Muffins und etwas Obst gibt? Weit und breit kein Brot oder gar Aufschnitt! Ich kaute dann an meiner kahlen Waffel rum, während Kelley und Erin sich ordentlich Butter und Sirup draufluden. Die Banane dazu war aber echt spitze, der Saft bzw die Milch waren grottig, wie in jedem Hotel.
Ach ja, ich hab euch noch nicht von meiner Enttäuschung am Morgen erzählt - Kelleys Haarpracht ist nicht natur, wie ich immer glaubt, nein sie benutzt (sehr gekonnt allerdings) ihren Lockenstab zum glätten und unten Locken machen sowie massig Haarspray. Irgendwie hätte ich es anders toller gefunden :>
Nachdem Frühstück gings dann endlich richtig nach Seattle. Quer durch die Stadt kamen wir zunächst, wie immer, an sämtlichen Fastfoodrestaurants vorbei - von 'Holy Grounds of Coffee' bis 'Papa Murphys' und 'Patty's eggnest' war wirklich alles dabei. Von Fotos habe ich an dieser Stelle abgesehen, zu frustrierend alle 3 Sekunden ein Foto von einem neuen Fastfooddiner zu machen.Hier zunächst ein bisschen City.


Seattle ist übrigens für seinen Regen bekannt und auch wir blieben nicht verschont. Deshalb flüchteten wir uns erstmal in die sogenannte "Space Needle". Wir sind jedoch nicht hochgekrakselt, da die Sicht eh nichts gewesen wäre. Unten gab es allerdings einen schönen Geschenkeshop, wo ich unter anderem schon ein paar Geschenke besorgt hab :-)

Danach gings weiter zu einem großen Markt. Ich hab die Farbpracht dort sehr genossen und gebe euch deshalb einen exklusiven visuellen Einblick.

Später tingelten wir dann noch durch ne Menge Läden in einer Riiiesenmall! Auch dort hab ich ordentlich für euch geshoppt. Ich selbst habe ein exklusives Grey's Anatomy Shirt erstanden (die Serie spielt nämlich - für alle Nichtwisser - in Seattle, allerdings regnet es definitiv zu wenig in der Serie xD) und einen wunderbaren Hoodie + ein paar schicke neue Buttons! Den Kram zeig ich euch demnächst mal.

Um 0:31Uhr waren wir dann, nach eine Fahrt mit viel Aquaplaning und dem Verzehr einer Pizza namens 'Miss Piggy', die lediglich mit zwei verschiedenen Schinkensorten und Wurststücken belegt war, die nach Lakritze und furchbar eklig schmeckten, sowie Käse belegt war, wieder zu Hause.


Der Trip war super und hoffentlich treffen bald die ersten Postkarten ein.
Alles Liebe & Gute Nacht.

Mittwoch, 2. September 2009

Daily Life.

Good morning, dudes.
Im Moment läuft hier alles ganz normal ab. Ich hab leider von keinen witzigen Eskapaden.. obwohl Moment - hab ich eigentlich erwähnt, dass ich dem Coach bei meinem Volleyballtraining den Ball voll gegen den Kopf gepfeffert hab?! Vielleicht wurd ich auch deshalb nicht genommen ^.^ Generell ist aber alles in bester Ordnung. Bis jetzt hab ich noch nicht so viel über mein 'American Daily Life' verlauten lassen, hier also ein kleiner Überblick, was ich so jeden Tag (durch-)mache ;-)

Morgens wach ich meistens so gegen 10:00Uhr in meinem Riiiesenbettchen mit einmalig großer Decke auf. Meistens raffe ich mich nach ein paar Minuten auf, wenn ich mein Zimmer lang genug angestarrt hab. Dabei sehe ich ungefähr folgendes:

Dann taper ich meistens am Aufenthalts- und Fernsehraum vorbei durch den Flur.
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Endlich angekommen in meinem Bad, putze ich mir meine Zähnchen & so weiter.. Übrigens klappt hier niemand die Klodeckel runter, wie man sieht oô

Um zum stärkenden Frühstück zu kommen, muss ich dann vorbei an Gini's Zimmer und einer Art Zwischenraum erstmal folgende Treppen meistern, wenn ich das geschafft hab, werfe ich meistens einen kurzen Blick ins Wohnzimmer:

Endlich in der Küche angekommen, setze mich meist an den Esstisch. Dort genieße ich dann normale Cornflakes & Milch...

... aus dem Kühlschrank!


Manchmal schweift mein Blick dann nach rechts zu den Fischen oder links zu Terrassentür hinaus...


So sieht in etwas mein Morgen aus. Jetzt habt ihr aber noch nicht alles vom Haus gesehen.. besser gesagt von außen! Ich führe euch dann mal ganz gemächlich, so als Verdauungsspaziergang nach dem Frühstück ums Haus und den Garten.



Das hinter den Rädern (die normalerweise in der Garage stehen) ist ein "Hot Tube", also eine Art warme Whirlpool. Der wird aber nur im Winter angeschmissen. Laut Kelley ist es absolut lustig da drin zu sitzen, während es schneit x)


& was wäre Amerika ohne seine großen Autos & natürlich deren Kennzeichen!
Okay, vll ist das nicht gaanz so nett von mir, aber ich hab auch ein Video über all das Zeug hier gedreht. Das kann ich euch aber leider nicht zeigen, da die Videos hier nur maximal 100MB haben dürfen. Dabei gibt es wirklich einen phänomenalen Schluss, wo mir das Hund fast ausgebüchst wäre! Vielleicht ein andernmal.
Lots of Love Lotte